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Problemwolf: Geheime Anzahl an Wölfen zum Abschuss freigegeben

Wolf-im-Winter © AB Photography - stock.adobe.com
Wie viele Wölfe in Niedersachsen derzeit zum Abschuss freigegeben sind, ist nicht bekannt.

Niedersachsen will weiter Problemwölfe bejagen: Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Rüden nach langem Hin und Her erneut verlängert wurde. Immer wieder gehen Wolfsschützer und Naturschutzorganisationen gegen die Abschussgenehmigungen gerichtlich vor. Laut Berichten der „NOZ“ sind derzeit aber deutlich mehr Wölfe zum Abschuss freigegeben, als nur der bekannte Rodewalder Problemwolf. So soll es eine solche Genehmigung auch für zwei Tiere im Landkreis Uelzen geben. Nach Informationen der „NOZ“ seien zudem noch weitere Abschussgenehmigungen erteilt worden. Eine genauere Anzahl oder Angaben zu den Regionen, gebe es aber nicht. Gegenüber jagderleben.de wollte das Umweltministerium keine weitere Auskunft geben. Die Jäger in den entsprechenden Gebieten seien in das Entnahmeverfahren eingebunden und dementsprechend informiert.

Grüne kritisieren Vorgehen

Laut „NOZ“ will das Ministerium sich erst nach erfolgtem Abschuss äußern. Grund hierfür sei der Schutz der „in den Vollzug der Genehmigung eingebundenen Personen“. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass eine öffentliche Bekanntmachung zu „Mobbing, Beleidigungen und Angriffen“ gegenüber den beteiligten Personen führe, so das Umweltministerium. Die Grünen kritisieren dieses Vorgehen scharf und bezeichnen das aktuelle Vorgehen als „rechtsstaatlich fragwürdig“. Wenn nicht über die Genehmigungen informiert wird, können diese auch nicht gerichtlich überprüft werden, gibt die „NOZ“ den Grünen-Fraktionsvize Christian Meyer wieder.


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