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Problemwolf: "Firma" für Entnahme zuständig

In Brandenburg sollen staatliche Wolfsjäger in Zukunft Problemwölfe entnehmen (Symbolbild). © Erich Marek

Das Umweltministerium in Brandenburg hatte bereits 2017 die Stelle eines „staatlich anerkannten Wolfsjäger“ ausgeschrieben. Dieser soll sich um den Fang und die Entnahme von Wölfen mit problematischem Verhalten kümmern. Doch nach der Veröffentlichung gab es kaum noch Informationen zu weiteren Behandlung der Ausschreibung. In einer Sitzung des Landwirtschaftsausschuss des Landes Brandenburg, kam das Thema nun vor kurzem zur Sprache. Es wurde bekanntgegeben, dass die Stelle mittlerweile vergeben sei. Eine „private Firma“ sei damit bereits vor längerer Zeit beauftragt worden sei, so eine Mitarbeiterin des Ministeriums.

Angst vor Morddrohungen

Auf Nachfrage der Redaktion, gab ein Sprecher des Ministeriums an, dass es sich um eine sogenannte „Bietergemeinschaft“ handle. Mehrere Personen mit den entsprechenden Befugnissen hätten sich somit zusammengeschlossen. Genaue Namen dürfen jedoch nicht genannt werden, um den Auftrag nicht zu gefährden und die durchführenden Personen zu schützen. Als Beispiel führte der Sprecher an, dass der Schütze von Problembär Bruno seinerzeit Morddrohungen erhalten habe und das im Falle eines erlegten Wolfes auch nicht auszuschließen sei.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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