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Problemwolf: Erneute Abschussgenehmigung für Rodewalder Rudel

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 01.07.2020 - 16:04
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Bereits im vergangenen Jahr hatte man –erfolglos– versucht den Leitrüden des Rodewalder Rudels zu erschießen.

Rund ein Jahr lang war der Leitrüde des Rodewalder Rudels in Niedersachsen im Jahr 2019 zum Abschuss freigegeben worden. Doch nach über 150.000 Euro, die für die erfolglose Jagd u.a. in einen externen Dienstleister investiert wurden, ließ man die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss auslaufen. Die Angst, dass „GW717m“ seine Jagdtaktiken, speziell auf größere Nutztiere wie bspw. Rinder, an andere Wölfe des Rodewalder Rudels weitergeben könnte, blieben bestehen. Wie jüngst ein Vorfall zeigt, bei dem eine größere Pferdeherde angegriffen und zwei Junghengste getötet wurden, waren die Befürchtungen nicht unbegründet. Es konnten DNA-Spuren von zwei Wölfen des umstrittenen Rudels nachgewiesen werden.

Jägerschaft soll mit eingebunden werden

Umweltminister Olaf Lies will daher nun möglichst schnell reagieren. Wie er im Niedersächsischen Landtag berichtete, werde derzeit eine neue Abschussgenehmigung vorbereitet. Anders als bei der Jagd im vorherigen Jahr, wolle man dabei aber nicht wieder auf einen Dienstleister setzen, sondern die örtliche Jägerschaft mit einbinden.

Ob die Jagd nach den Problemwölfen dieses Mal gelingt, ist jedoch fraglich. Speziell im Bereich des Rodewalder Rudels hatten Wolfsbefürworter in der Vergangenheit immer wieder Versuche unternommen, die Jagd nach dem Problemwolf zu stören. Auch zahlreiche Gerichtsverfahren hatten die Bejagung des Problemwolfs erschwert. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht in zwei anderen Fällen jedoch entschieden, dass die Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss bestimmter Problemwölfe rechtens seien.


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