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Problemwolf: Details zum geplanten Abschuss in Bayern bekannt

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 17.01.2022 - 21:43
Wolf-im-Wald © Gert Hilbink - stock.adobe.com
In Bayern soll ein Wolf entnommen werden (Symbolbild).

Nachdem bekannt wurde, dass die Regierung von Oberbayern den Abschuss eines Wolfes in Bayern genehmigt hat, ist nun eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht worden. Die Ausnahmegenehmigung gilt bis einschließlich 31.03.2022 für das Gebiet der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land südlich der Autobahn A8 und östlich der Autobahn A93 mit Ausnahme des Nationalparks Berchtesgaden. Zur Entnahme des Wolfes sind nur die im Geltungsbereich der Allgemeinverfügung Jagdausübungsberechtigten und die in diesen Revieren tätigen Forstbediensteten mit Jagdschein, Berufsjäger und Begehungsscheininhaber berechtigt.

Tötung aus Kraftfahrzeugen erlaubt

Sollte es zu einem Wolfsabschuss oder einem Totfund in den betroffenen Landkreisen kommen, müssen umgehend alle zur Ausführung berechtigten Personen, etwa über eine SMS, informiert werden, da ein weiterer Abschuss dann unzulässig ist. Dies gilt auch dann, wenn es sich nicht zweifelsfrei feststellen lässt, ob es sich um einen Wolf handelt. Jäger, die an der Entnahme mitwirken wollen, müssen bis zum 24. Januar ihr Einverständnis sowie ihre Kontaktdaten beim zuständigen Landratsamt hinterlegen. Zudem ist die Verwendung von „Visiervorrichtungen für das Schießen bei Nacht mit elektronischen Bildverstärkern oder Bildumwandlern (§ 4 Abs. 1 Nr. 7 BArtSchV), unter der Voraussetzung, dass diese waffenrechtlich zulässig“, sowie die Tötung aus Kraftfahrzeugen erlaubt. Für den Abschuss des Wolfes sind alle Kaliber, „die üblicherweise zur Jagd auf Schalenwild genutzt werden“ zugelassen.

Jagdpächter, die nicht an der Entnahme teilnehmen wollen, haben auf Grundlage der Allgemeinverfügung die Maßnahme in ihren Revieren zu dulden. Dies gilt auch für Eigentümer und Nutzungsberechtigte von Grundstücken.


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