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Problemwolf-Abschuss: NRW schafft Entnahmemöglichkeit für Wölfe

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 25.03.2022 - 08:03
Wolf-im-Wald © Piotr Krzeslak - stock.adobe.com
Nordrhein-Westfalen hat nun mit der neuen Wolfsverordnung Möglichkeiten zu Vergrämung und Entnahme von Wölfen geschaffen.

In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett nun eine neue Wolfsverordnung erlassen. Diese soll künftig den Umgang mit Problemwölfen erleichtern und den Rahmen für einen Abschuss von bestimmten Wölfen bieten. Im Vorfeld seien dafür 25 Stellungnahmen aus Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft ausgewertet und eingearbeitet worden.

Verletzte Wölfe müssen durch Tierarzt zum Abschuss freigegeben werden

Die Verordnung sieht vor, dass Wölfe künftig zum Schutz der menschlichen Gesundheit und zum Schutz von Weidetieren vergrämt werden dürfen. Auch eine Besenderung von Wölfen zu wissenschaftlichen Zwecken sowie eine erforderliche Tötung verletzter Tiere ist dann erlaubt.

Verletzte Wölfe dürfen jedoch vom Jagdausübungsberechtigten erst nach einer Vorab-Prüfung durch einen Tierarzt sowie nach Hinzuziehung durch die Polizei getötet werden.

Die Entnahme eines Wolfes ist erst dann zulässig, wenn die oberste Naturschutzbehörde bestätigt, „dass der Wolf einen Menschen verletzt, ihn unprovoziert verfolgt oder sich ihm gegenüber in sonstiger Weise unprovoziert aggressiv gezeigt hat und sich nicht verscheuchen oder vergrämen lässt.“ Eine Entnahme ist zudem zulässig, wenn „ein Schaden droht, der mehr als nur geringfügig und damit von einigem Gewicht ist.“ Zur Entnahme eines Wolfes sind in der Regel jagdausübungsberechtigte Personen geeignet.

Für 2022 rund 2 Millionen Euro aus Naturschutzetat

Mit der neuen Verordnung hat sich NRW an den bereits bestehenden Verordnungen in Niedersachsen, sowie Brandenburg und Sachsen orientiert. Das wichtigste Mittel zum Interessensausgleich würden aber weiterhin Fördermaßnahmen zur Unterstützung der Weidetierhalter bleiben. So konnten in den vergangenen zwei Jahren jeweils rund 1,5 Millionen Euro abgerufen werden. Für 2022 seien nun rund 2 Millionen Euro aus dem Naturschutzetat vorgesehen, so die Landesregierung.


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