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Problemwolf: 150.000 Euro für Dienstleister in Niedersachsen?

Seit dem 23. Januar 2019 gilt die Abschussgenehmigung für den Leitrüden des Rodewalder Rudels. © Erich Marek
Seit dem 23. Januar 2019 gilt die Abschussgenehmigung für den Leitrüden des Rodewalder Rudels.

Bereits im August hieß es auf Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Christian Meyer an die Niedersächsische Landesregierung, dass die bisher erfolglose Jagd nach dem Leitwolf des Rodewalder Rudels über 83.000 Euro verschlungen hätte. Diese Kosten könnten jedoch noch deutlich weiter steigen. Das geht aus einer erneuten Anfrage der Grünen hervor.

150.000 Euro für Dienstleister eingeplant

So werden alleine 150.000 Euro für den Dienstleister, der mit dem Fang des Wolfsrüden beauftragt wurde, in den Ausgaben des Wolfsmanagement als Planungsgröße aufgeführt. Der Dienstleister würde bei der Ortung des Wolfes auf ein intensives Monitoring des Geländes setzen. Zudem seien Wildkameras im Einsatz. Ob Lebendfallen eingesetzt werden, wollte die Landesregierung auf Nachfrage der Grünen nicht beantworten, auch will die Regierung keine weiteren Details zum Vorgehen des Dienstleisters geben, um den Einsatz sowie die betroffenen Personen nicht zu gefährden. Berufsjäger seien allerdings nicht im Einsatz.

Schwierigkeiten durch Wolfsschützer

In einer Vorbemerkung ihrer Antwort erläutert die Niedersächsische Landesregierung, dass die Maßnahmen zur Erlegung des Wolfes „GW717m“ von großen Schwierigkeiten geprägt seien. „So lässt eine in sozialen Medien geschürte Missachtung der rechtsstaatlichen Entnahmeentscheidung Angriffe auf die an der Maßnahme Beteiligten befürchten und führt zu vielfachen Versuchen, die Anstrengungen vor Ort zu beeinträchtigen.“

Die Landesregierung hält an der Entscheidung zur Entnahme weiterhin fest.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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