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Prinz Richard überraschend verstorben

Prinz Richard so wie Jäger und Förster ihn gekannt haben. Foto: Wolfram Martin © Martin Wolfram

Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg hat sich weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus einen Namen gemacht. Seine Bodenständigkeit, verbunden mit einer klaren, ehrlichen Sprache bis hin zur Schmerzgrenze sowie einem aufrichtig-sozialen Engagement für alle seine Mitarbeiter waren es, die seine Beliebtheit nicht nur bei Jägern und Förstern offenbarte. Neben seiner hegerischen Verantwortung für sein Lieblingswild, das Rotwild im Rothaargebirge, lag ihm sowohl die Artenvielfalt in seinen Wittgensteiner Wäldern als auch eine waidgerechte Jagd sehr am Herzen. Mehrmonatige Jagdruhe, Verbot der Nacht- und Kirrungsjagd, strikte Einhaltung von Wildruhezonen sowie die Sorge um das Wild in Notzeiten sind in den „fürstlichen Wittgensteiner Wäldern“ Selbstverständlichkeit und jagdlich-grüner Standard. Darüber hinaus ließ er seit vielen Jahren unzählige Feuchtbiotope in Wittgensteins zahlreichen Waldbachtälern anlegen und pflegen, um so – äußerst erfolgreich – die Wiederansiedlung des Schwarzstorches zu gewährleisten. In den letzten Jahren ist sein Name auch international untrennbar mit dem Wisentauswilderungsprojekt im Rothaargebirge verbunden, dessen Initiator er war.
Am 13. März 2017 verstarb S.D. Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg im 83. Lebensjahr – wenige Stunden nach einer letzten Revierfahrt. Wolfram Martin


Mit zwei Videos zum Wisent-Auswilderungsprojekt möchte JE an Prinz Richard erinnern:


Josef-M. Bloch JAGDERLEBEN.DE-Redaktionsleiter. Jagdscheininhaber seit 1987, ab 1997 in verschiedenen Funktionen für die dlv-Jagdmedien tätig.
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