Home News Präventiv: 1400 Rentiere getötet

Präventiv: 1400 Rentiere getötet


Schauplatz des Geschehens ist Norwegen. In dem skandinavischen Land wurden im Kampf gegen die ansteckende Hirnkrankheit CWD (Chronic wasting disease) seit November über 1400 wildlebende Rentiere getötet. Das teilte das Umweltministerium mit. Bereits bevor die Aktion gestartet wurde, sorgten Ranger dafür, dass keine Tiere aus dem Lebensraum der Herde auswechselten (wir berichteten hier). Bei 17 Tieren wurde die Krankheit schließlich festgestellt. Norwegen ist das einzige Land in Europa, in dem die Seuche bisher aufgetaucht ist.

Angriff auf das Nervensystem

CWD ist eine ansteckende Prionenerkrankung, ähnlich wie Rinderwahnsinn BSE und Scrapie bei Schafen. Sie greift das zentrale Nervensystem an. Auf Menschen und Haustiere wurde CWD Experten zufolge bisher nicht übertragen. „Es ist eine traurige Sache, dass die Krankheit bei uns ausgebrochen ist, und es war eine schwere Entscheidung, die ganze Herde zu töten“, wird Landwirtschaftsminister Jon Georg Dale in einer Argenturmeldung der dpa dazu zitiert. Nach einiger Zeit soll in der Region Nordfjella ein neuer Rentierstamm angesiedelt werden. NJ


Redaktion Niedersächischer Jäger Seit über 60 Jahren ist der Niedersächsische Jäger das Jagdmagazin zwischen Ems und Elbe.
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