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Präsidium wiedergewählt

Wiedergewählt (v. l.): Werner Stein, Werner Horstkötter, Rainer Teschner, Ulrich Augstein und Wolf Schmidt-Körby. Foto: Bernd Krewer © Krewer Bernd

Zum nunmehr bereits 97. Verbandstag seit Gründung des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV), der in diesem Jahr sein 111-jährigen Bestehen feiert, trafen sich die Delegierten der einzelnen Zuchtvereine aus ganz Deutschland gestern in der Orangerie des Hotels Maritim in Fulda (Hessen). Turnusgemäß standen Neuwahlen an. Daneben hatte das Präsidium eine umfangreiche Neuordnung des Verbandsrichterwesens – der entsprechende Entwurf dazu war von einer Expertenkommission erarbeitet worden – dem Verbandstag zur Beschlussfassung vorgelegt.

Die Einheit des Hundelagers angemahnt<br><p>

VDH-Präsident Prof. Dr. Peter Friedrich warb für einen weiterhin engen Schulterschluss zwischen VDH und JGHV. Foto: Bernd Krewer © Krewer Bernd

VDH-Präsident Prof. Dr. Peter Friedrich warb für einen weiterhin engen Schulterschluss zwischen VDH und JGHV. Foto: Bernd Krewer

Bei seiner Begrüßungsrede wies der neue Präsident des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH), Prof. Dr. Peter Friedrich darauf, dass einige zum VDH in Konkurrenz stehende Verbände wohl verfolgten, die Monopolstellung des VDH zu kippen. Bisher sei es gelungen, vor allem mit dem Argument, dass es dem VDH nicht nur um die Qualität des Einzelhundes, sondern der gesamten Population gehe, diese Versuche vor dem Bundeskartellamt abzuwehren. Friedrich vermutete, dass auch der JGHV in naher oder ferner Zukunft mit diesem Grundsatzproblem konfrontiert werden könnte. Dem könne man entgegen wirken, wenn alle Richter ausreichend qualifiziert und zertifiziert seien. Unter anderem dazu bat er um einen weiterhin engen Schulterschluss zwischen VDH und dem Jagdgebrauchshundverband.
JGHV-Präsident Werner Horstkötter ging in seinem Bericht nicht nur auf das vergangene Jahr, sondern auch auf die zurück liegenden acht Jahre seiner Präsidentschaft ein. Zum Dauerthema "Elektro-Reizgeräte" hielt er weitere öffentliche Diskussionen für wenig hilfreich und forderte die Politik auf, endlich zu handeln: "Es gebe keine humaneren Ausbildungshilfen", so Horstkötter.

Dr. Franz Petermann mit der "Statuette" ausgezeichnet<br><p>

JGHV-Präsident Horstkötter überreicht Dr. Franz Petermann (r.) die höchste Auszeichnung des Verbandes. Foto: Bernd Krewer © Krewer Bernd

JGHV-Präsident Horstkötter überreicht Dr. Franz Petermann (r.) die höchste Auszeichnung des Verbandes. Foto: Bernd Krewer

Der Antrag des Präsidiums zur Neuordnung des Verbandsrichterwesens fand nach ausgiebiger Diskussion in der Abstimmung eine deutliche Mehrheit. Diese neue Ordnung dient vor allem der Qualitätssicherung und dem einheitlichen Richten und kommt damit auch den oben genannten Forderungen von VDH-Präsident Friedrich sehr entgegen.
JGHV-Präsident Werner Horstkötter sowie das gesamte Präsidium wurden mit überwältigender Mehrheit für die kommende Amstzeit von den Delegierten wiedergewählt.
Für seine außerordentlichen Verdienste um den JGHV ehrte Horstkötter Dr. Franz Petermann mit der "Statuette", der höchsten Auszeichnung die der Verband zu vergeben hat. RJE