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Präsident unter Beschuss

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Freitag, 25.12.2015 - 01:10
LJV-Präsident Baasch erntet heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks
LJV-Präsident Baasch erntet heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Foto: Bettina Diercks

Als der Präsident des Landesjagdverbandes (LJV) Schleswig-Holstein, Dr. Klaus-Hinnerk Baasch für das Amt des Präsidenten des Deutschen Jagdverbands (DJV) kandidiert hatte, versprach er, die Einheit der Jäger wieder herzustellen (der BJV war zuvor aus dem DJV ausgetreten). Baasch verlor deutlich, Hartwig Fischer wurde Präsident.
Während Baaschs Sticheleien gegen Fischer und die DJV-Geschäftsstelle in der Folgezeit anfangs noch als Stärke interpretiert wurden, seien diese vielen Präsidiumsmitgliedern in Schleswig-Holstein inzwischen peinlich. Egal was in Berlin beschloßen werden würde, Baasch sei grundsätzlich dagegen, sagt sein Vize Hans-Werner Blöcker. Jagdpolitische Dinge bespricht er lieber mit Prof. Dr. Jürgen Vocke (BJV-Präsident): zum Beispiel beim Neujahrsempfang 2015 in München. Dorthin soll Baasch auf Kosten des LJV einen Jagdfreund mitgenommen haben, der Vocke im Jahr zuvor auf einen Damschaufler geführt haben soll. Baasch begründete die Einladung – der Jagdführer selbst ist kein LJV-Mitglied – mit dessen „großen Verdiensten“. Zudem vernachlässige Baasch immer öfter seine Pflichten als Präsident. So soll er, laut Jan-Wilhelm Hammerschmidt (Beisitzer im Präsidium), eine dänische Delegation sitzen gelassen haben, weil er lieber zum Oktoberfest gereist wäre. Baasch zufolge sei der Besuch aber nötig gewesen, um im Rahmen des Kooperationsvertrages mit dem BJV verschiedene internationale Jagdverbände zu treffen. Das alles seien nur Versuche, seine Person zu diffamieren. Geschäftsführer Andreas Schober durfte sich zu den Vorgängen übrigens gegenüber der Redaktion nicht äußern. „Herr Dr. Baasch hat sich sämtliche Pressekontakte vorbehalten.“

Baasch gibt sich trotz aller Vorwürfe kämpferisch. Der LJV habe unter seiner Führung „eine hervorragende Position“ erworben. Diese scheint nun verloren zu gehen. Um die Kontinuität für die Jagd zu gewährleisten, stehe er dem LJV auch weiterhin zur Verfügung.
Weitere brisante Details lesen Sie in der unsere Jagd 1/2016, die am 30. Dezember erscheint.
CS