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Polizisten getötet: Täter hatten offenbar totes Wild im Auto

Polizei-mit-Blaulicht © jgfoto - stock.adobe.com
Die Polizei fahndet derzeit nach den Tätern (Symbolbild).

In der Nacht zum Montag wurden im Landkreis Kusel (Rheinland-Pfalz) zwei Polizisten durch Schüsse getötet. Die beiden Beamten hatten auf einem Parkplatz in einem Waldstück ein Fahrzeug kontrolliert, als unvermittelt auf sie geschossen wurde.

Totes Wild im Kofferraum

Nach Medienberichten sollen die Polizisten per Funk durchgegeben haben, dass im Kofferraum des Fahrzeugs totes Wild liegen und sie daher nun eine Kontrolle durchführen würden. Auf Anfrage der Redaktion, wollte die Polizei dies derzeit weder bestätigen noch dementieren.

Jäger sollen jagdliche Aktivitäten einstellen

Um 4.20 Uhr hätte es dann einen Funkspruch der Streife gegeben, dass auf sie geschossen würde. Bei Ankunft der Verstärkung war eine Polizeibeamtin bereits tot, ihr Kollege starb wenig später. Ob es sich bei den Tätern tatsächlich um Wilderer handelt, sei derzeit reine Spekulation. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den unbekannten Tätern und untersucht derzeit den Tatort. Auch gibt es bislang keine Hinweise darauf, mit welchem Fahrzeug und in welche Richtung die Täter geflohen sind. Die Polizei warnt jedoch davor, Anhalter mitzunehmen. Dies gelte sowohl für Rheinland-Pfalz sowie für das angrenzende Saarland.

Durch die sozialen Netzwerke wird derzeit eine Nachricht von Johannes Schorr, Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, verbreitet, in der darum gebeten wird, heute bzw. bis zur Ergreifung der Täter die jagdlichen Aktivitäten einzuschränken und Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.

+++ Update 19.02 Uhr +++

Die Polizei fahndete öffentlich nach Andreas Johannes S.. Der Wildhändler war in der Vergangenheit wegen Unfallflucht aufgefallen. Der Tatverdächtige konnte nach Informationen des Saarländischen Rundfunks in Sulzbach festgenommen werden. Der Zugriff sei ruhig gewesen, es habe keine Waffengewalt gegeben, so der "SWR".

Laut „SWR“ sei der Mann nicht im Besitz eines gültigen Jagdscheins. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands sei ihm 2008 zum ersten und 2020 zum zweiten Mal die waffenrechtliche Zuverlässigkeit entzogen worden. Er habe demnach keine Waffen mehr legal besitzen dürfen.

Ein zweiter Verdächtiger wurde ebenfalls in Sulzbach festgenommen.


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