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Polizisten fordern Waffenverbot

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Dienstag, 05.07.2016 - 16:30
Foto: EM © EM
Foto: EM

Klassisches Einsatzgebiet: Halbautomat bei einer Maisjagd. Foto: EM

Wieder werden Jäger und Sportschützen als potentielle Amokläufer angesehen. Dieses Mal ist es Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der GdP, der einem bestimmten Teil der Bevölkerung ein gewisses Terror-Potenzial nachsagt. Für ihn sollte niemand, außer der Staatsgewalt, über halbautomatische, kriegsähnliche Langwaffen verfügen. Damit unterstützt er die EU-Kommission, die bezüglich der geplanten Neuerung der Feuerwaffenrichtlinie bereits im November 2015 dieses Verbot vorgeschlagen hatte. Laut Malchow habe in seiner Gewerkschaft aufgrund der wachsenden Terrorgefahr jetzt eine „Kehrtwende“ stattgefunden.
Das Bundesinnenministerium sagt hingegen, dass das Aussehen einer Waffe nicht für die Gefährlichkeit ausschlaggebend sei. Daher gebe es durch eine solche Verschärfung keinen Sicherheitsmehrwert, ein Verbot lehne es daher ab. Für Malchow üben aber Kriegswaffen eine „höhere Faszination“ aus, als Waffen, die zwar die gleiche Wirkung haben, jedoch nicht danach aussehen.
In der Sendungs-Vorschau werden Vergleiche zu menschenverachtenden Attentaten gezogen. So hätten zuletzt der Täter bei dem Massaker von Orlando, oder auch der Attentäter Anders Breivik solche Waffen verwendet. Zeitgleich berichtet der Sender, dass sich in Deutschland etwa 165.000 halbautomatische Gewehre im legalen Waffenbesitz befänden. „Gravierende Vorfälle“ habe es mit diesen bisher nicht gegeben.
BS



Aktualisierung

Wir haben bei der GdP nachgefragt, ab wann für sie eine Waffe "kriegsähnlich" aussieht. Dazu genüge es schon, wenn der komplette Schaft in den typischen Farben einer Kriegswaffe lackiert ist. Weiter wollten wir wissen, ob das Forderungsverbot auch Selbstladeflinten einbezieht. Die Antwort: "selbstverständlich". Laut GdP würden diese ein noch deutlich höheres Schädigungspotenzial besitzen. Die 2-Patronen-Magazin-Regelung halte man "dagegen aus weidmännischen Gründen für vertretbar", soweit sich diese im Rahmen des "Leipziger Halbautomaten-Urteils" bewege.