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Polizeikontrolle wird Jäger zum Verhängnis

Die Waffe lag mit drei Schuss unterladen auf der Rücksitzbank (Symbolbild).


Vergangene Woche wurde der Fahrer eines Geländewagens im Landkreis Landshut (Bayern) einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Der Mann führte eine Waffe mit sich und gab gegenüber den Polizeibeamten an, sich auf dem Rückweg von der Jagd zu befinden. Eine Überprüfung seines Jagdscheins ergab allerdings, dass dieser nicht mehr gültig ist.

Außerdem konnte der Jäger keinen Jagderlaubnisschein vorweisen. Erschwerend hinzu kam, dass die von ihm mitgeführte Langwaffe mit drei Patronen unterladen auf der Rückbank des PKWs lag. Zum Führen der Waffe wäre somit ein Waffenschein nötig gewesen.

Jagdbehörde hatte Frist gesetzt

Laut Aussage der zuständigen Polizeiinspektion Vilsbiburg gegenüber der Redaktion, hatte die Untere Jagdbehörde den 62-Jährigen bereits schriftlich dazu angehalten seinen Jagdschein zu verlängern, da er sonst kein Bedürfnis für Langwaffenmunition mehr habe. Der Beschuldigte ist dieser Aufforderung allerdings trotz einer gesetzten Frist nicht nachgekommen. Gegen den Waidmann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Sein abgelaufener Jagdschein wurde durch die Polizeibeamten sichergestellt und an die zuständige Jagdbehörde übergeben. Nun wird die waffen- und jagdrechtliche Zuverlässigkeit überprüft. Im schlimmsten Fall droht neben einer Geldstrafe der Entzug seiner waffenrechtlichen Erlaubniss. Der Dienststellenleiter der Polizei, welcher selbst Jäger ist, geht davon aus, dass dem Mann mindestens fünf Jahre der Jagdschein entzogen wird.

Anfang Mai wurden von der selben Polizeiinspektion schonmal nach einer Verkehrskontrolle Ermittlungen gegen einen Jäger aufgenommen. Auch dieser hatte gegen das Waffengesetz verstoßen. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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