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Polizeieinsatz nach Probeschüssen – Jäger meldet sich zu Wort

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 30.04.2020 - 06:58
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Jaeger-Waffe-von-hinten © alexkich - stock.adobe.com
Ein Jäger schoss seine Waffe im Revier ein und löste dadurch einen großen Polizeieinsatz aus (Symbolbild).

Der Jäger, der einen großen Polizeieinsatz im Oberhachinger Forst ausgelöst hat, meldete sich bei der Redaktion und beschrieb das Geschehen genauer. Der bayerische Waidmann erzählte im Gespräch, dass er vor dem Beginn der Bockjagd mit seiner Waffe einige Probeschüsse abgeben wollte, er dies aber aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht auf einem Schießstand machen konnte. Aus diesem Grund fuhr er zu einer geeigneten Stelle im Revier, welche öfters für Kontrollschüsse genutzt wird. Dort befindet sich ein etwa sechs bis sieben Meter hoher Erdwall, wodurch ein sicherer Kugelfang gegeben ist.

Anders als die Polizei gegenüber der Redaktion angegeben hatte, würden an dem Ort keine Matten ausliegen, sondern es stehe dort ein Tisch mit Stuhl. Der Bereich sei durch Holzmarkierungen abgesperrt.

Der Jäger gab einige Probeschüsse mit seiner Waffe ab und sah dabei einen Spaziergänger auf einem nahe gelegenen Weg hinter ihm vorbeigehen, den der Jäger nach eigenen Angaben grüßte. Er meinte noch zu beobachten, wie der Wanderer Fotos von seinem abgestellten PKW machte. Wenig später fuhr der junge Mann davon und erledigte Revierarbeiten. Plötzlich klingelte sein Telefon und der Vater des Schützen war am Apparat.

Jäger klärt Sache mit Einsatzleiter

Vor der Haustür seines Wohnhauses würden fünf Polizisten stehen und nach dem jungen Mann fragen. Allerdings seien die Beamten wieder abgerückt, als sie hörten, dass der Fahrzeughalter nachdem sie gefahndet hatten, einen Jagdschein besitze. Der Jäger rief daraufhin bei der Polizei an und sprach mit dem Einsatzleiter, wodurch die ganze Sache aufgeklärt werden konnte. Der Schütze appellierte im Gespräch, dass eine saubere Schussabgabe für die Jagdausübung zwingend vorausgesetzt wird. Er gab jedoch den Hinweis, dass es besser ist, die Polizei vorab zu informieren. 


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