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Polizei will verletzten Fuchs erlösen und überfährt ihn

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Freitag, 24.01.2020 - 16:02
Fuchs-Auto-Unfall © DoraZett - stock.adobe.com
Die Polizeibeamten fuhren mit dem Streifenwagen über den Fuchs (Symbolbild).

Bewohner aus Gunzendorf (Landkreis Bamberg, Bayern) haben in der Nacht vom 9. Januar bei der örtlichen Polizei einen verletzten Fuchs gemeldet. Laut Pressemeldung der Polizei wurde dieser wohl zuvor von einem Pkw erfasst und lag anschließend verletzt aber noch lebend innerorts auf der Fahrbahn.

Die Versuche das Tier „abzutransportieren“ schlugen fehl, so die Polizei weiter. Ein Einsatz der Dienstwaffe sei „wegen einer möglichen Gefährdung Unbeteiligter nach Einschätzung der Beamten nicht möglich“ gewesen. Daher entschieden sich die Beamten den Fuchs durch Überfahren schnell zu töten. Der Sachverhalt wurde jedoch erst am 22. Januar auf der Dienststelle bekannt, wie der "BR" berichtet.

Der Vorfall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft

Die Polizei gibt bekannt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Polizisten eingeleitet wurde und von unbeteiligten Stellen rechtlich geprüft werde. Wie „infranken.de“ berichtet, habe der Jagdpächter Anzeige gegen die Ordnungshüter erstattet.

Auf Anfrage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gibt diese an, dass ein Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet wurde. Der Strafrahmen des Verstoßes gegen §17 Tierschutzgesetz sieht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor.