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Polizei verkündet Fortschritte im Fall des getöten Jägers

Am Streifenwagen enstand durch den Aufprall des Wildschweins ein Sachschaden von etwa 2000 Euro (Symbolbild).


Polizei und Staatsanwaltschaft haben auf einer Pressekonferenz am Mittwoch (17. Oktober) Durchbrüche im Fall des getöteten Jägers Simon Paulus verkündet – dieser wurde mehrere Wochen vermisst und später tot im Wald gefunden. Zwei mutmaßliche Täter wurden in einer groß angelegten Aktion festgenommen.

Es handelt sich um einen 29-jährigen Italiener und einen 26-jährigen Deutschen. Die Festgenommenen waren davor polizeilich nicht auffällig. Einer der Täter soll Paulus „aus jahrelanger Nachbarschaft“ gekannt haben, so der Leiter des Kriminalkommissariats in Pforzheim. In der Wohnung des Opfers stellte die Polizei geöffnete Waffenschränke und eine große Menge Blut fest. Die Leiche des Jägers wurde am 2. Oktober entdeckt, von den rund 30 gestohlenen Waffen fehlt auch nach den Festnahmen jede Spur.

Keine Hinweise auf illegalen Waffenhandel

Es gebe keine Hinweise, dass der 50-jährige Paulus illegal mit Waffen gehandelt habe. Auch seien die Tatverdächtigen keinem bestimmten Milieu zuzuordnen, so die Sprecher des Kriminalkommissariats. Bei der Durchsuchung einer ehemaligen Wohnung von Paulus in seinem Verwandtenkreis wurden jedoch weitere, nicht gemeldete Waffen gefunden.

Der gelernte Büchsenmacher Simon Paulus hatte 2017 die Jägerprüfung abgelegt. Ob es sich bei den vermissten Waffen vorrangig um Jagdwaffen handelt, konnte die Polizei nicht bestätigen. Berichte zu Auffälligkeiten bei Waffenverkäufen nimmt das Polizeipräsidium Karlsruhe jedoch gerne entgegen. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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