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Polizei stoppt "Damwildschieber"

Der fürsorglichen Pflege der Wiener Tierschützer ist es zu verdanken, dass es dem Wild wieder gut geht.<p> © Tierschutz Wien

Der Polizei in Meidling/Wien wurde in der Nacht zum Sonntag gegen 01:00 Uhr ein durch abgedunkelte Scheiben auffallendes Fahrzeug, des Typs Mercedes Sprinter, gemeldet. Bei näherer Untersuchung des Lieferwagens mit bulgarischem Kennzeichen konnte die Polizei die beiden Fahrzeugführer ermitteln, welche in der Gegend bei einem Bekannten nächtigten. Nach dem Eintreffen der beiden Bulgaren wurde das Fahrzeug um 01:30 Uhr geöffnet und 15 Stück Damwild, darunter drei Hirsche, sieben Alttiere und fünf Kälber, traten in Anblick. Die beiden Männer gaben an, die Fahrt in Innsbruck um 15:00 Uhr begonnen und gegen 23:00 Uhr in Wien beendet zu haben. Am nächsten Morgen sollte es weiter Richtung Bulgarien gehen. Die Ladefläche eines solchen Wagens misst gerade einmal 2,3 mal 1,7 Meter. Die zum Teil verletzten und dehydrierten Tiere wurden mithilfe der Feuerwehr befreit und im Wiener Tierschutzhaus einquartiert.
Wie sich herausstellte hatte eine der Personen zehn der Tiere legal auf einer sogenannten "Animalfarm" in Tirol erworben. Für die fünf Kälber waren jedoch keine Papiere vorhanden. Der Besitzer der Tierfarm behauptete gegenüber den Ordnungshütern, dass er nicht bei dem Verladen beteiligt gewesen wäre und somit auch nichts über den ungeeigneten Transport gewusst habe. Nun wurde gegen die Fahrer Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (§ 5 Abs. 2 Satz 10) erstattet. Dass die Tiere zu jagdlichen Zwecken nach Bulgarien gebracht werden sollten, konnte die Polizei gegenüber jagderleben.de nicht bestätigen. BS