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Polizei stellt Schlingen-Steller

Der Wilderer wusste, was er tut: Schlinge in Haupthöhe auf Wechsel. Foto: Polizei


Der Wilddieb stellte seine Fallen mit Erfolg. Ein Rehkitz und ein Bock sind laut Polizeisprecher Clemens Winkler „grausam verendet“. Durch die Ermittlungsarbeit des Bezirksdienstes sowie durch Fahndungsmaßnahmen wurde am vergangenen Donnerstag, den 17. April, der mit einer Sturmhaube maskierte 52-jährige Fallensteller mit fertig präparierten Drahtschlingen angetroffen und festgenommen. Anschließend durchsuchten die Beamten seine Wohnung, wobei sie zwei Luftgewehre und ein Kleinkalibergewehr sicherstellten. Bei dem Beschuldigten handelt es sich nicht um einen Jäger, „ für die Waffen hatte er aber eine Waffenbesitzkarte“, berichtete Winkler im Gespräch mit jagderleben. Nach der „erkennungsdienstlichen Behandlung“ und Vernehmung wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt.
Bisher wurden mindestens 15 Drahtschlingen in dem Revier gefunden. Wegen drei weiterer allein beim Polizeirevier Titisee-Neustadt im Herbst 2013 angezeigten Fällen von Jagdwilderei werden die Ermittlungen fortgesetzt. Gegen den 52-Jährigen Mann wurde Strafanzeige wegen Wilderei in besonders schweren Fällen erstattet, da "das Wild unter Verletzung des Jagdrechts und unter Anwendung von Schlingen in nicht weidmännischer Weise erlegt wurde". Die Motive des Mannes sind unklar, das Wildbret wäre wohl nicht mehr genießbar gewesen.
BAH/BS