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Polizei erschießt Reh – Kadaver bleibt mehrere Tage liegen

Bei einem Verkehrsunfall hat Wild in der Regel keine Chance (Symbolbild). © Reiner Bernhardt

Bei einem Verkehrsunfall hat Wild in der Regel keine Chance (Symbolbild).


Am Samstag den 12. Mai wurde die Polizei in Steinhagen (Landkreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen) von mehreren Autofahrern angerufen, weil sich auf der neu eröffneten Autobahn 33 ein Reh befand. Das Tier sei mehrfach über die Straße und am Rand entlang gelaufen, so eine Sprecherin der Polizei gegenüber der Redaktion. Die Beamten hätten versucht es zu vertreiben, dies sei allerdings nicht möglich gewesen. Deshalb entschlossen sich die Ordnungshüter, das Tier zu erschießen, um einen Wildunfall zu verhindern. Allerdings lag der Kadaver des Rehs noch mehrere Tage hinter einem Wall neben der Autobahn. Wie „nw.de“ berichtet, kam es breits zu Beschwerden der Anwohner.

Jagdpächter nicht zuständig

Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Hegeringleiter Frank Meise, der Jagdpächter sei nicht zuständig gewesen. Da sich das Reh innerhalb des Zauns der Autobahn befunden hatte, sei es auf befriedetem Bezirk gewesen. Eine Sprecherin von Straßen NRW erklärte die Verzögerung. Die Kollegen von der Autobahnmeisterei seien nicht über einen Notruf, sondern über Umwege informiert worden. Da der Kadaver von der Autobahn aus nicht sichtbar war, sei er auch bei den Streckenkontrollen nicht aufgefallen. Erst am Nachmittag des 16. Mai wurde das Reh entsorgt. Es sei auch für die Mitarbeiter der Meisterei nicht angenehm, einen mehrere Tage alten Kadaver zu entsorgen, so die Sprecherin weiter. Frank Meise erklärte, er wolle dem Straßenamt vorschlagen, dort einen Duftzaun zur Vergrämung aufzustellen, da der etwa 1,60 Meter hohe Zaun Rehe nicht davon abhalte, auf die Autobahn zu gelangen.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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