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Pirschführer bei Gamsjagd abgestürzt

Die Gamsjagd im Gebirge kann auch für erfahrene Jäger Risiken bergen (Symbolbild).


Ein Berufsjäger und Pirschführer ist in Südtirol bei der Gamsjagd abgestürzt. Dies bestätigte der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbands Heinrich Aukenthaler gegenüber der Redaktion. In Südtirol sei es Pflicht, dass der Jäger bei der Gamsjagd durch einen bestätigten Gamspirschführer begleitet wird. Der erforderliche Kurs beeinhaltet auch Grundlagen der Ersten Hilfe am Berg. Der abgestürzte Berufsjäger habe einen Gast auf eine Gamsgeiß geführt, so Aukenthaler weiter. Das beschossene Tier sei in eine Schlucht gestürzt. Der Pirschführer war abgestiegen und hatte das Tier aufgebrochen und im Rucksack geborgen. Beim Aufstieg sei allerdings kurz bevor er oben angekommen war, ein Stein unter seiner Hand abgebrochen. Daraufhin war der Mann mitsamt der geborgenen Gams etwa 80 Meter tief den Berg hinabgestürzt. Dort blieb er kurz vor einem noch steileren Abhang liegen, erklärt Aukenthaler.

Schürfwunden und Schnitte

Der Abgestürzte rief selbst noch die Rettungskräfte und wies per Mobiltelefon den Hubschrauberpiloten ein. Er habe inzwischen mit dem Verletzten gesprochen, sagt Aukenthaler. Dem Waidmann gehe es den Umständen entsprechend gut, er sei wie durch ein Wunder mit Schürfwunden und einigen tieferen Schnitten davongekommen. Der Granitfels, der Teile von Südtirol durchzieht, sei auch für erfahrene Bergsteiger nicht ungefährlich, erklärt Aukenthaler weiter, da das Gestein teilweise unberechenbar abbrechen oder splittern könne.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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