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Pferde-Schützeverliert Jagdschein

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Mittwoch, 03.10.2012 - 02:10
Wer nicht richtig anspricht, kann schnell seinen Jagdschein verlieren. Foto: Roland Binder © Roland Binder
Wer nicht richtig anspricht, kann schnell seinen Jagdschein verlieren. Foto: Roland Binder

In den vergangenen zwei Monaten haben zwei Jagdausübungsberechtigte auf ihren nächtlichen Ansitzen ein Pferd (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und ein Pony (Kreis Oberhavel) für Schwarzkittel gehalten und abgedrückt. Eventuell ereilt ihnen ähnliches Schicksal, wie jüngst einem Grünrock in Rheinland-Pfalz.
Die Richter des Verwaltungsgericht Koblenz gaben am Montag, den 1. Oktober, der Kreisverwaltung des Landkreises Bad Kreuznach recht, die ihm den Schein nach einem Vorfall im Sommer 2011 vorläufig entzogen hatte. Damals hatte er in der Nacht das Tier beim Grasen auf einer Koppel mit einem Schuss in den Hals getötet. Auch er gab an, das Pferd für ein Wildschwein gehalten zu haben. Der Jäger wehrte sich gegen die Entscheidung der Verwaltung und betonte laut Gericht, es habe sich um eine verhängnisvolle Verwechslung gehandelt.
Die Richter verwiesen indes auf das Bundesjagdgesetz. Demnach sei ein Jagdschein für ungültig zu erklären, wenn der Inhaber nicht die «erforderliche Zuverlässigkeit» besitze, etwa wenn er Waffen und Munition missbräuchlich oder leichtfertig verwende. Dies sei hier der Fall. Nach Aussagen des Jagdpächters sei es in der Nacht hell genug gewesen, um das Tier zu erkennen. Zudem sei das hellbraun-weiß gescheckte Pferd gut von einem Wildschwein zu unterscheiden gewesen. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eingelegt werden. (AZ: 6 L 828/12.KO)
dpa/BS