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Pferde in Niedersachsen gerissen: Wölfe als Verursacher bestätigt

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Montag, 29.06.2020 - 10:12
Mitglieder des Rodewalder Rudels rissen die beiden Hannoveraner Jährlinge. © Hubert Wichmann
Mitglieder des Rodewalder Rudels rissen die beiden Hannoveraner Jährlinge.

Nun steht es fest: Die Pferde, welche kürzlich auf der Wiese tot aufgefunden wurden, sind definitiv von Wölfen des Rodewalder Rudels gerissen worden. Nach Auswertung der DNA-Ergebnisse, gab das niedersächsische Umweltministerium bekannt, dass in den sicher gestellten Speichelproben mindestens zwei Individuen des Rudels nachweisbar waren. Einzelne Individuen, wie beispielsweise der lange zum Abschuss freigegebene Leitrüde mit der Kennung GW717m, konnten allerdings nicht nachgewiesen werden. Dies liege laut Ministerium daran, dass es sich bei dem Rodewalder Rudel um eine „genetisch ähnliche“ Fortpflanzungsgemeinschaft handelt. Jedoch sei klar, dass mindestens eines der Tiere männlich war. Lage, Rissbild und Jagdtechnik seien mit den bisherigen Rissaktivitäten von GW717m identisch.

Jagd auf Problemwolf wurde u.a. durch Wolfsfreunde behindert

Der Rüde sollte geschossen werden, damit er sein Jagdverhalten nicht an seine Nachkommen weitergeben kann. Doch die Bemühungen misslangen und kosteten die Landesregierung über 150.000 Euro.  „Nicht zuletzt durch die vielfältigen Behinderungen der Entnahme durch falsch verstandene Wolfsfreunde im letzten Jahr konnte der Problemwolf nicht getötet werden“, so Umweltminister Olaf Lies (SPD). Das Ministerium prüfe nun schnellstmöglich, ob und wie viele Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss – im Rahmen der neuen Regelung des Bundesnaturschutzgesetzes – für das Rodewalder Rudel zu erteilen sind. 

Erst kürzlich war ein Dülmener Fohlen gerissen worden


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