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Pfeil statt Kugel

Rinderjagd: Der sachkundige Waidmann entschärfte die Gefahr. Foto: T. Gaulke


Wenn mehrere Zentner in Bewegung kommen, hält diese nichts mehr so schnell auf. Das mussten am Samstag auch über 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Helferndorf erfahren. Mehr als fünf Stunden stellten sie dem Kälber-Trio nach. Ganz ungefährlich sei der Einsatz nicht gewesen, denn das flüchtige Vieh durchbrach mehrere Weidezäune. Darunter auch ein Stacheldrahtzaun der laut Polizei ein Kalb verletzte. „Als die Tiere in eine andere Weide eindrangen bestand die Gefahr, dass die aufgebrachten Jungrinder ihre Artgenossen in Panik versetzen“, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Helferndorf im Gespräch mit der Redaktion. Vorbeugend ließen deshalb die Entscheidungsträger die nahegelegene Straße sichern und eine S-Bahnstrecke sperren. "Glücklicherweise blieben die anderen Kühe ruhig", so der Feuerwehrmann.
In einer Rastphase viel die Entscheidung: Ein Fachmann muss her. Nachdem alle Genehmigungen eingeholt waren, betäubte schließlich ein Jäger mit Befähigung und Berechtigung zum Narkotisieren die Tiere. Die Ausreißer wurden auf einen Viehanhänger verladen und zurück zum Hof des Besitzers gebracht.
Neben dem Landwirt waren 22 Feuerwehrleute, zwei Jäger und etwa acht Polizisten an der Fangaktion beteiligt. Der Schütze brauchte nur drei Narkosepfeile.
PM/MH


Kälber auf Abwegen

Über 20 Helfer der Feuerwehr Helferndorf waren im Einsatz. Foto: T. Gaulke

Über 20 Helfer der Feuerwehr Helferndorf waren im Einsatz. Foto: T. Gaulke

Nicht zu stoppen... Foto: T. Gaulke

Nicht zu stoppen... Foto: T. Gaulke

Der Jäger mit dem Betäubungsgewehr im Anschlag. Foto: T. Gaulke

Der Jäger mit dem Betäubungsgewehr im Anschlag. Foto: T. Gaulke

Getroffen: Der Pfeil sitzt. Foto: T. Gaulke

Getroffen: Der Pfeil sitzt. Foto: T. Gaulke

Auch der zweite Pfeil trifft auf Anhieb das Ziel. Foto: T. Gaulke

Auch der zweite Pfeil trifft auf Anhieb das Ziel. Foto: T. Gaulke

Der Jäger bringt sich in gute Schussdistanz. Foto: T. Gaulke

Der Jäger bringt sich in gute Schussdistanz. Foto: T. Gaulke

Mit Ruhe und Sachverstand wurde die Situation eingeschätzt. Foto: T. Gaulke

Mit Ruhe und Sachverstand wurde die Situation eingeschätzt. Foto: T. Gaulke

Erleichtert: Die beiden Waidmänner nach der erfolgreichen Betäubungsaktion. Foto: T. Gaulke

Erleichtert: Die beiden Waidmänner nach der erfolgreichen Betäubungsaktion. Foto: T. Gaulke

Die Helfer verladen das narkotisierte Tier. Foto: T. Gaulke

Die Helfer verladen das narkotisierte Tier. Foto: T. Gaulke

... selbst Weidezäune hielten das Trio nicht auf. Foto: T. Gaulke

... selbst Weidezäune hielten das Trio nicht auf. Foto: T. Gaulke