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Pest auf dem Vormarsch

Abgemagert: Ein an Tularämie erkrankter Hase (Symbolbild). Foto: LAVES



Mittlerweile sind drei Reviere des Hegerings Cham-Mitte betroffen. "Ähnlich wie in 2015 haben wir zum Jahresanfang weitere fünf Hasen gefunden. Dann war etwa eine Pause von rund 10 Tagen", sagte Hegeringsleiter Martin Kuchenreuter im Gespräch mit der Redaktion. Seit etwa vier Tagen finde er jetzt täglich ein bis zwei Hasen, weshalb er diese Woche erneut einen Kadaver zur Untersuchung beim Landratsamt (LRA) abgeliefert hätte. "Auch aus dem Nachbarrevier wurde ein verendetes Tier abgegeben", so der Jäger. Er zählt bislang allein in seinem Revier 13 tote Hasen, die Dunkelziffer sei sicherlich höher. Bisher hätte Kuchenreuter auf einen guten Hasenbesatz blicken können, nun bliebe den Waidmännern nichts anderes übrig, als abzuwarten.
Die Hasenpest (Tularämie) ist eine Zoonose und unterliegt der Meldepflicht. Gefahr droht daher nicht nur für Tiere, sondern auch für den Mensch. Deshalb hat das Chamer LRA, als der positive Befund des Feldhasen aus dem Bereich Michelsdorf vorlag, die Bevölkerung gewarnt.
MH