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Pensionisten als Waffenkontrolleure

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Sonntag, 29.03.2015 - 01:10
Bei falscher Aufbewahrung der Waffen sehen die Behörden rot... Foto: LS © LS

„Bei Sachkundigen hatten wir keine Auffälligkeiten“, berichtete Kreisordnungsamt-Mitarbeiter Gerhard Paschotta. Anlässlich des Amoklaufs in Winnenden im Jahr 2009 haben die Behörden reagiert und die Sicherheitsbestimmungen für die Waffenaufbewahrung sowie unangemeldete Kontrollen deutlich verschärft. „Wir wollen bis zum Jahresende jeden einmal gesehen haben“, lautet das Ziel der Behörde. Hier sei man auf einem guten Weg, denn seit 2014 ist das zweite Kontroll-Team, bestehend aus pensionierten Polizisten, im Einsatz. Immerhin sind beim Kreisordnungsamt 1250 Besitzer und rund 6600 Waffen gemeldet. Während vor zwei Jahren 188 Versuche nötig waren um 104 erfolgreiche Kontrollen durchzuführen, gelang es den vier Kontrolleuren im letzten Jahr bei etwa 950 Stichproben 432 der gemeldeten Personen anzutreffen, so Paschotta im Gespräch mit der Redaktion. Im Wesentlichen sei dies auf die Verdoppelung der Kontrolleure zurückzuführen. Wie der Mitarbeiter mitteilt, habe es lediglich zwei Ausreißer gegeben bei denen rechtliche Schritte eingeleitet werden mussten – dies seinen aber Erben gewesen. „Bis auf Minisachen, hat es sonst keine Auffälligkeiten geben“, freute sich Paschotter. Er spricht auch von einer „guten Resonanz“ der Betroffenen. Viele fänden die unangemeldeten Kontrollen sogar gut.
Entlohnt werden die pensionierten Polizisten auf 450 Euro-Basis. Bislang seien die Zweier-Teams stundenmäßig ausgelastet. Ob diese jedoch so bestehen bleiben, nachdem alle Waffenbesitzer kontrolliert wurden, überlege man gerade.
MH