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Peng statt Huh!

Der Erleger Jon Sigurjonsson (links) und Bewohner begutachten das vermutlich mehrere Jahre alte Eisbärenweibchen. Foto: Iceland Monitor/ Björn Johann © Iceland Monitor/ Björn Johann
Der Erleger Jon Sigurjonsson (links) und Bewohner begutachten das vermutlich mehrere Jahre alte Eisbärenweibchen. Foto: Iceland Monitor/ Björn Johann © Iceland Monitor/ Björn Johann

Der Erleger Jon Sigurjonsson (links) und Bewohner begutachten das vermutlich mehrere Jahre alte Eisbärenweibchen. Foto: Iceland Monitor/ Björn Johann

So kompromisslos wie die Wikinger England aus dem Turnier geräumt haben, so geradlinig war ihr Vorgehen am vergangenen Samstag. Wie "Iceland Monitor" berichtet, wurde nahe der nordisländischen Stadt Sauðárkrókur eine ausgewachsene Eisbärin unweit einer bewohnten Farm gesichtet. Egill Bjarnasson, der den Eisbären während eines Ausritts entdeckt hatte, alarmierte umgehend die zuständige Polizeibehörde. Alle Anwohner nahgelegener Gehöfte wurden daraufhin über die Sichtung informiert und darum gebeten, ihre Häuser nicht zu verlassen. In der Zwischenzeit wurde, wie es in Island gesetzlich vorgeschrieben ist, ein erfahrener Jäger damit beauftragt die Eisbärin zu erlegen. Bereits zwei Stunden nach der ersten Sichtung konnten die Behörden Entwarnung gegeben. Mit einem sauberen Schuss konnte der Eisbär auf 130 Meter Entfernung zur Strecke gebracht werden.
In den vergangenen Jahren verirren sich immer mal wieder Eisbären nach Island. Schuld daran ist laut Forschern der Klimawandel. Die Eisbären treiben auf abgebrochenden Eisschollen von ihrer natürlichen Heimat Grönland mehrere hundert Kilometer Richtung Osten. In Island sind sie allerdings nicht erwünscht und werden schnellstmöglich erlegt. Umweltschutzorganisationen sowie Tierschützer haben an dieser Praxis wiederholt Kritik geübt. Da jedoch Grönland eingefangene Eisbären nicht zurücknehmen möchte, hält Island an seinem Eisbären-Abschuss weiter fest.
Auch Egill Bjarnasson befürwortet den Abschuss. Er sagte, dass er schon bei der Sichtung keinen Zweifel daran gehabt hätte, dass der Eisbar erlegt werden müsse. Zu nah sei die Bärin dem bewohnten Gebiet bereits gekommen.Der Kadaver wird nun vom Institut für Naturkunde und der Islandäischen Umweltbehörde obduziert und soll später eventuell ausgestopft und in einem Museum ausgestellt werden.

BS