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Pelziger „Eisbrecher“

Dickschädel: Mühelos durchbrach der Biber die etwa fünf Millimeter starke Eisschicht. Foto: Andreas Wüstenhagen © Andreas Wüstenhagen

Die Aufmerksamkeit von Andreas Wüstenhagen galt in diesem Moment eigentlich einem mit zwei "mutigen" Männern besetzten Paddelboot in der Fahrrinne. Denn außer ein paar Stock- und Reiherenten war für ihn zu diesem Zeitpunkt nichts Besonderes auszumachen.
Das sollte sich ändern: "Plötzlich hörte ich neben mir ein Knirschen und Splittern. Zwei handtellergroße Stücke der etwa fünf Millimeter starken Eisdecke flogen in die Luft und ein dunkler Kopf erschien spritzend in dem gewaltsam entstandenen Loch. Ehe ich den Verursacher genau ansprechen konnte (Biber oder Nutria?), tauchte dieser wieder ab. Vermutlich hatte er mich entdeckt, als ich etwas hastig die Kamera vom Arm riss", beschreibt Wüstenhagen gegenüber der Redaktion sein Erlebnis.
Für ein Foto hat es aber noch gereicht. Und nachdem der Fotograf etwas Deckung an der Uferböschung gesucht hatte, um der Dinge zu harren, der Beweis: Nach kurzer Zeit tauchte etwa 30 Meter entfernt am Ufer ein starker Biber auf. Er verschnaufte dort und schien sich solange sicher zu fühlen, bis die ersten Bugwellen einer Fähre bei ihm eintrafen.
NJ