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Pararauschbrand bei Damwild aufgetreten

Besonders Damwild ist im Revier laufend auf frisches Wasser angewiesen. Foto: Jens Krüger © Jens Krüger

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark warnt vor Pararauschbrand-Infektionen beim Damwild. In letzter Zeit wurde im Raum Reppinichen sowie angrenzend in Sachsen-Anhalt vermehrt verendetes Damwild aufgefunden. Die sofortige Untersuchung einiger Tiere im Landeslabor Berlin-Brandenburg ergab eine Infektion mit dem Erreger des Pararauschbrandes (Clostridium septicum). Der Erreger ist überall in der Umwelt vorhanden. Die Infektionen können durch Verletzungen der äußeren Haut oder durch Aufnahme über den Magen-Darmtrakt entstehen. Die Infektionsstelle ist dann ödemartig bis puffig geschwollen. Die Tiere verenden unter hohem Fieber.
Eine mögliche Infektionsquelle: Durch anhaltende Trockenheit und hohen Temperaturen werden kleine Gewässer in den Wäldern schnell zu stinkenden morastigen Tümpeln, heißt es in einer Pressemeldung des Landkreises. Besonders das Damwild ist davon betroffen, denn es ist auf frisches Trinkwasser angewiesen. Muffelwild, Rinder, Schafe und Ziegen können ebenfalls erkranken.
Diese Erkrankung ist weder anzeige- noch meldepflichtig. Die Ansteckungsgefahr für Menschen ist gering, jedoch sollten Kadaver nicht angefasst werden. Kommt es doch zu einem Kontakt, sollten die Hände danach gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Hunde sind von verendeten Tieren fernzuhalten.
Die Jagdausübungsberechtigten sind angehalten, bei Reviergängen auf verendetes Wild zu achten. Dieses sollte nach dem Fund schnellstmöglich durch Eingraben mit mindestens 50 Zentimetern Erde über dem Kadaver und fuchssicher beseitigt werden. Größere Mengen Fallwild sind kostenpflichtig über die Tierköperbeseitigungseinrichtung zu entsorgen.
Eine Meldung über die Funde von Damwild mit besagtem Krankheitsbild ist im Rahmen der Fallwildmeldung an die untere Jagdbehörde zu geben. Weiterhin sind dem Wild in diesen Gebieten Ausweichtränkstellen mit frischem Wasser anzubieten, welche dann auch regelmäßig nachgefüllt werden sollten. PM/SE