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Panische Flucht: Kinder bei Ausritt von Wölfen verfolgt

Wolf-Fichte © www.nadine-haase-photography.de
Der Wolf hält sich zwischen den Kiefern verdeckt, hat aber seine Beute fest im Blick (Symbolbild).

Ein Wolfsrudel verfolgte in der Südheide (Niedersachsen) am 10. Januar zwei Kinder auf ihren Ponys. Die zehn und zwölf Jahre alten Mädchen ritten nachmittags einen Waldweg entlang, als sich ihnen drei Wölfe aus dem Forst heraus näherten. Die 1,30 Meter großen Ponys scheuten und galoppierten davon. Die beiden Reiterinnen konnten sich im Sattel halten und schafften es, die in Panik versetzten Tiere durchzuparieren.

Die Schwestern glaubten, die Raubtiere hätten das Interesse verloren und stiegen ab, um die aufgebrachten Vierbeiner besser beruhigen zu können. Plötzlich tauchten die Wölfe wieder auf und näherten sich der Gruppe knurrend bis auf 15 Meter. Verängstigt riefen die Mädchen ihre Mutter per Handy um Hilfe. Erst als sich diese mit ihrem Auto näherte, zog sich das Rudel in den Wald zurück. „Meine Kinder lasse ich nicht mehr alleine ausreiten, das ist zu gefährlich. Was wäre denn passiert, wenn eines der Mädchen runtergefallen wäre?“, bemerkt die Frau gegenüber der Redaktion. Aus Angst vor Drohungen gegen ihre Familie möchte die dreifache Mutter anonym bleiben.

"Vergrämungsmaßnahmen seien hier zulässig"

Das Wolfsbüro im NLWKN habe sich vor Ort mit besonderer Aufmerksamkeit ein Bild gemacht und die Situation weiterhin sorgfältig im Blick, heißt es dazu seitens des Umweltministeriums. Es wird verstärkt darum gebeten, alle Wolfssichtungen aus diesem Bereich dem niedersächsischen Wolfsmonitoring zu melden. Sobald Sichtungen und Kontakte gemeldet werden, prüfe man diese auf Handlungsbedarf.

Wie eine Sprecherin der Redaktion weiter mitteilte, habe das Umweltministerium für den Umgang mit einer solchen Situation die Voraussetzung in der Wolfsverordnung geschaffen: Vergrämungsmaßnahmen seien hier zulässig. Das bedeutet, der Wolf könne durch Schmerzreize - wie zum Beispiel Gummigeschosse - vertrieben werden. Käme es trotz einer Vergrämung zu weiteren Nahbegegnungen, würde der Wolf zum Abschuss freigegeben.


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