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Otter erlegt – Tierschützer protestieren

Fischotter sorgen bei den Teichwirten für große Schäden (Symbolbild).


Schon seit Jahren ärgern sich die Teichwirte im Waldviertel/ Niederösterreich über Fischotter, die an den Karpfenteichen für massive Schäden sorgen. Alleine in diesem Jahr sollen die Wassermarder für einen Verlust von bis zu 30 Prozent des Jahresbestandes verantwortlich sein, wie "Kurier.at" berichtet. Experten gehen davon aus, dass auch seltene Fischarten gefressen werden und daher ein Eingreifen zur Wahrung des ökologischen Gleichgewichts unbedingt notwendig ist. Nach einem Bescheid des Landes sollen nun 40 Fischotter erlegt werden, berichtet die Zeitung.

Nach Informationen von "Heute.at" wurde inzwischen der erste Otter gefangen und erlegt. Dies hatte einen Proteststurm der Tierschützer zu Folge, die Beschwerde gegen den Bescheid eingelegt hatten.

Uneinigkeit über Anzahl der Abschüsse

Die Fischer fordern jedoch eine deutlich höhere Abschussquote, um die Population spürbar zu reduzieren und Schäden einzudämmen. Tierschutzverbände plädieren hingegen für ein sofortiges Ende der Otter-Jagd. Sie bemängeln, dass es in Niederösterreich kein aktuelles Monitoring als Grundlage für den Abschuss gäbe.

Europaweit ist der Fischotter gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anhang IV) geschützt. Im Zuge von Ausnahmeregelungen darf aber in die Population eingegriffen werden, um Schäden abzuwenden. Neben Niederösterreich plant nun auch Kärnten die Fischotter-Jagd.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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