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Opfer Nummer 9

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Dienstag, 22.03.2016 - 16:24
Der Kadaver aus dem Kanton Wallis. Foto: PM © PM

Erst vor vier Tagen hatten wir berichtet, dass seit Jahresanfang allein in Brandenburg acht Wölfe durch Zusammenstöße mi Fahrzeugen getötet wurden. Seit gestern ist es einer mehr. Der Kadaver wurde am Montagmorgen an der Autobahn 9 zwischen Niemegk und Klein Marzehns im Kreis Potsdam-Mittelmark bei einer Routinestreife der Autobahnpolizei gefunden. Gemeldet hatte den Unfall niemand. Wie Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt mitteilte, handelt es sich bei dem jüngsten Verkehrsopfer um einen etwa elf Monate alten Rüden. Interessantes Detail am Rande: Bei der Untersuchung des Mageninhalts seien ausschließlich Rehhaare zum Vorschein gekommen.
Wie die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere des Kantons Wallis verkündet, wurde die Herkunft des am 7. März am Rhoneufer in Raron gefundenen Wolfs-Kadavers geklärt. Es handele sich dabei um ein bereits bekanntes Tier mit der Kennung „M63“, welches im Vorjahr in Visperterminen und in der Region Brigerberg festgestellt wurde. Da man in den bereits stark verwesten Überresten des Jungwolfs Schrotkugeln gefunden habe, hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eingeleitet. Währenddessen hat das zuständige Amt verkündet, dass Wildhüter nun bis Ende März nur noch einen Jungwolf aus dem Calanda-Rudel schießen sollen. Zuvor hatte man zu Vergrämungszwecken zwei Abschüsse bewilligt.
BS