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Ohrdruf: Letzter bekannter Wolfshybrid geschossen

In Thüringen wurde ein weiterer Wolfshybrid erlegt (Symbolbild).


In Thüringen wurde am Wochenende ein weiterer Hund-Wolfs-Hybrid geschossen. Es handelt sich dabei um einen Rüden. Dies sei der letzte verbliebene, den man über das Monitoring noch gesichtet habe, so das Umweltministerium. Der Rüde wurde immer wieder mit seiner Mutter gesichtet.

2017 paarte sich die Thüringer Wölfin, die sich im Gebiet des Truppenübungsplatzes Ohrdruf niedergelassen hat, mit einem Labrador und wölfte sechs Hybriden. Im Auftrag der oberen Naturschutzbehörde wurden insgesamt vier Tiere erlegt. Der Verbleib der zwei übrigen Mischlinge ist unklar.

Wölfin soll besendert werden

Laut dem Senckenberg-Institut sind die Ohrdrufer Hybride die einzigen Wolfshybride Deutschlands. Thüringer Jägern wurde in bestimmten Revierteilen die Jagd verboten, damit die Erlegung des letzten verbleibenden Hybrid-Nachwuchses ungestört vonstatten gehen kann. Das Umweltministerium gibt in seiner Pressemitteilung an, dass sie zum Schutz der Privatsphäre keine Details über die ausführenden Personen geben werden. Die Ohrdrufer Wölfin soll besendert werden, um Daten über ihren Aktivitätsradius für das weitere Monitoring zu erhalten. Fangversuche schlugen bislang fehl. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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