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Österreich: Wölfe und Bären reißen Dutzende Schafe

Fokko Kleihauer © Fokko Kleihauer
Fokko Kleihauer
am
Donnerstag, 08.07.2021 - 17:00
Wolf-auf-Berg © ©Ronnie Howard - stock.adobe.com
Wolf und Bär finden auf den ungeschützten Almwiesen leichte Beute (Symbolbild).

Immer öfter finden Schäfer und Landwirte ihre Nutztiere im westlichen Österreich tot auf. Zuletzt rissen Wölfe in den Zillertaler Alpen nahe der italienischen Grenze Dutzende Schafe. Die Kadaver mussten per Helikopter geborgen werden. Ob es nur ein Wolf oder mehrere Tiere waren, ist noch unklar. Erst vor einer Woche konnten nur wenige Kilometer entfernt einem italienischen Wolf 31 Wolfsrisse nachgewiesen werden.

Die Almbauern der Region stehen unter großem Druck. Der Präsident der Tiroler Landwirtschaftskammer, Josef Hechenberger, sagte gegenüber „topagrar“: „Dieser Almbetrieb zeigt auf traurige Weise, dass die Almwirtschaft gegenüber dem Wolf den Kürzeren zieht.“

Knapp 100 Risse in zwei Monaten

Seit Beginn der Almsaison Ende Mai sind bereits 95 Risse gemeldet worden. Die steilen Bergwiesen sind schon ohne Raubwild schwierig zu bewirtschaften. Teilweise verschwinden in dem unwirtlichen Gelände Schafe tagelang.

So auch in Rauris, im Salzburger Land. Dort fanden Landwirte am vergangenen Wochende 46 tote Schafe. Weitere 26 würden noch vermisst. „Man kann erst am Ende der Almsaison sagen, wie viele Schafe dann definitiv nicht mehr nach Hause kommen“, sagt der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock, gegenüber "orf.at".

Auch Bärenrisse werden mehr

Neben dem Wolf greifen auch Bären immer wieder bei Nutztieren im westlichen Österreich zu. Innerhalb der vergangenen zwei Monate rissen Bären 15 Schafe in der Region. Aufgrund der Distanz zwischen den Rissen und dem geringen zeitlichen Abstand geht man aktuell von zwei Bären in der Region aus.

Demonstration gegen Wolf und Bär

Die aktuelle Situation erhitzt die Gemüter. In Innsbruck demonstrierten deswegen laut "Agrarheute" rund 3.000 Menschen gegen Wolf und Bär. Laut bimmelnd zogen die Landwirte durch die Straßen. Mit dem bisherigen Wolfsmanagement der Lokalregierung sind viele Betroffene unzufrieden.


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