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Österreich: Jagdverband zahlt keine Wolfsschäden mehr


Knapp 10.000 Euro hat der Landesjagdverband Oberösterreich im vergangenen Jahr für Schäden von Wolf, Bär und Luchs an Landwirte ausgezahlt – vor allem für Gatterwild und Schafe. Damit ist es laut Geschäftsführer Christoph Böck erst einmal vorbei. Gegenüber der Redaktion erklärte er, dass die Jägerschaft sich mit den Zahlungen alleingelassen fühle.

„Jäger werden immer kritisiert, aber wenn es ums Zahlen geht, sind sie wieder gut“, so Böck weiter. Sowohl die Landwirtschaftskammer als auch das Land Oberösterreich würden sich bisher nicht an der Begleichung der Schäden beteiligen. Der LJV habe über eine Versicherung die Risse von Großraubtieren abgedeckt. Allerdings könnte man die Beiträge auch für andere Bereiche nutzen. Man versuche sich mit der Landwirtschaftskammer und der Landesverwaltung an einen zu Tisch setzen und eine Lösung zu finden.

Böck gab an, dass man die Landwirte nicht im Stich lassen möchte und sich auch weiterhin gerne an Schadensbegrenzungen beteiligen will – nur eben nicht alleine.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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