Doch nicht "öko", oder was?

Solaranlage in der Feldflur: Umweltschonende Stromerzeugung oder Landschaftszerstörung? Foto JMB


Im Zentrum stehen dabei die Fragen:Wie viel mit Solarmodulen überbaute Felder und Wiesen verträgt Bayern? Was geschieht mit den vielen Millionen Tonnen Solarschrotts nach Ende der Anlagenlaufzeit und wie teurer wird unser Strom durch immer mehr Solarenergie?Mit diesenFragen beschäftigt sich der in Ostbayern ansässige Pressedienst "obx" in einer seiner jüngsten Aussendungen. Zumindest die Überbauung und Zäunung riesiger Flächen in der freien Feldflur scheint auch aus jagdlicher Sicht problematisch. Wie "öko" ist also der "Öko-Strom"?
Bis Ende 2008 warenlaut"obx"in Deutschland 12 Millionen Quadratmeter Kollektorflächen installiert. Die Betreiber der Solarkraftwerke, insbesondere die auch in Ostbayern wachsende Zahl von „Solarbauern“, die ganze Agrarlandschaften mit Photovoltaik-Komponenten bepflastern, können sich einstweilen über sprudelnde Erlöse freuen. Sie bekommen – per Gesetz garantiert – 43 Cent pro Kilowattstunde. Fünfmal mehr als konventionell erzeugter Strom heute kostet. Energieversorger sind gezwungen, den teueren Strom abzunehmen und auch jedes technisch einwandfrei arbeitende Sonnenkraftwerk ans Netz zu schließen.
Nach dem zunehmenden Widerstand gegen die auch in Bayern ständig wachsenden Windparks nehmen mittlerweile auch die Proteste gegen die „Landschaftszerstörung“ durch immer neue Solaranlagen in Rekordformat auf früher landwirtschaftlich genutzten Flächen zu. In einigen Regionen Ostbayerns haben Kommunalpolitiker bereits die Notbremse gezogen. So hat Bad Füssing nach Inbetriebnahme mehrerer riesiger Solarkraftwerke im Gemeindegebiet per Gemeinderatsbeschluss das weitere systematische Bepflastern von Feldern und Wiesen mit Silizium-Modulen verboten.
OBX/RJE