Home News ÖJV, Schäfer und Tierschützer tun sich zusammen

ÖJV, Schäfer und Tierschützer tun sich zusammen

Wölfe erhitzen in Deutschland derzeit die Gemüter.


Der Wolf spaltet die Meinungen. Umso erstaunlicher ist der Zusammenschluss des Ökologischen Jagdverbands mit NABU, BUND, Bundesverband Berufsschäfer (BVBS) und dem Deutschen Tierschutzbund. In einem Eckpunktepapier stellen die Verbände ein Konzept für Wolfsmanagement vor. Der Deutsche Tierschutzbund positionierte sich auf Nachfrage der Redaktion deutlich gegen Jagd, erklärte allerdings auch, dass der ÖJV in vielen Bereichen mit dem Tierschutz übereinstimme. Man arbeite bereits in mehreren Gremien zusammen. Laut dem Vorsitzenden des BVBS, Günther Czerkus waren die Gespräche in der Kommission sehr zielorientiert und frei von Anfeindungen. Er sieht das Papier als Startschuss für noch breitere Diskussionen und Lösungsansätze. „Keiner kann allein so ein emotionsgeladenes Thema bewältigen“, so Czerkus weiter.

Schäfer haben schlimmere Probleme

Der Grauhund emotionalisiere, aber die Schäfer hätten ganz andere, existenzielle Herausforderungen zu bewältigen. Er hoffe, dass Isegrim von seinem Schreibtisch verschwinde. Die Eckpunkte fordern vor allem besseren und unbürokratischen Herdenschutz. Den Konflikt mit dem Wolf zu vermeiden und entschärfen ist das erklärte Ziel der Vereinigung. In Ausnahmesituationen wird auch eine Entnahme von Individuen in Betracht gezogen. Weitere unterzeichner sind: Deutscher Grünlandverband, International Fund for Animal Welfare und WWF Deutschland.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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