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ÖJV klagt gegen BJV-Vormacht

Der ÖJV will beim Thema Jagdabgabe auf Augenhöhe mitreden, obwohl er nur knapp zwei Prozent der Jägerschaft vertritt (Symbolbild).


„Das ist einfach ungerecht und völlig undemokratisch“, beschwert sich der Vorsitzende des ÖJV-Bayern Wolfgang Kornder gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“. Aus seiner Sicht findet sein etwa 860 Mitglieder starker Verein zu wenig politisches Gehör in Bayern.

Schuld daran sei die Ausführungsverordnung des Bayerischen Jagdgesetzes (BayJG). Denn unter §32 ist geregelt, dass mitwirkungsberechtigte Vereinigungen mehr als die Hälfte der in Bayern wohnhaften Inhaber eines Jahresjagdscheines als Mitglieder haben müssen. Dieses Recht erlaubt es unter anderem auch, mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über die Verwendung der Jagdabgabe zu entscheiden.

Da der ÖJV bei insgesamt rund 48 000 Jägerinnen und Jägern im Freistaat weit unter dieser 50 Prozent Grenze liegt, hat er im Vergleich zum BJV mit seinen zirka 46 000 darin organisierten Waidleuten das Nachsehen. Gelegenheit zu einer Stellungnahme würde man Kornders Verein jedoch immer geben, so das Landwirtschaftsministerium gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Da dies dem ÖJV aber offenbar nicht reicht, zieht man jetzt mit einer Popularklage gegen die Staatsregierung vor den Verfassungsgerichtshof.


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