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Nutria: Künftig keine verpflichtende Trichinenbeschau mehr

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Samstag, 29.02.2020 - 15:01
Nutria-Gras-sitzend © pridannikov - stock.adobe.com
Nutrias sollen künftig von der Pflicht zur Trichinenbeschau ausgenommen werden.

Aus Kreisen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde gegenüber der Redaktion bekannt, dass eine Änderung der Lebensmittelhygieneverordnung geplant sei. Nutrias müssten bei Inkrafttreten dieser Änderungen nicht mehr zwingend auf Trichinen untersucht werden, wie dies bislang der Fall ist.

Ein Sprecher des BMEL gab auf Nachfrage an, dass eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung durchgeführte Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen sei, dass Trichinenfunde bei freilebenden Sumpfbibern nicht bekannt sind. Bei Wildschweinen hingegen treten immer wieder Fälle auf. Vor diesem Hintergrund sei es aus fachlicher Sicht gerechtfertigt, Nutrias von der Untersuchungspflicht zu befreien.

Wann die Änderung genau Inkrafttreten soll, ist bislang allerdings noch unklar. Es soll jedoch noch in diesem Jahr sein.

Guter Balg und essbar!

Nutrias wurden ursprünglich wegen ihres Balges auch in Pelztierfarmen gehalten. Sie sind grundsätzlich essbar und werden in Kennerkreisen auch als wohlschmeckend bezeichnet. Gleichzeitig steigen die Strecken in vielen Teilen Deutschlands, insbesondere in Niedersachsen.