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NRW: Zwei führende Ricken gewildert

Gleich zwei führende Ricken wurden in einem Waldgebiet in NRW mit kleinkalibriger Munition beschossen. © Erich Marek

Gleich zwei führende Ricken wurden in einem Waldgebiet in NRW mit kleinkalibriger Munition beschossen.


Spaziergänger fanden am vergangenen Donnerstag in Brüggen (Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) ein verletztes Reh, welches neben einem Waldweg lag. Das weibliche Stück war bewegungsunfähig. Laut Polizei erlöste ein herbeigerufener Jäger die führende Ricke. Die Verletzungen des Stückes kamen von kleinkalibriger Munition.

Nach dem Bekanntwerdens dieses Vorfalls, meldete sich ein weiterer, benachbarter Jäger, der bereits am vergangenen Dienstag eine tote, ebenfalls führende Ricke gefunden hatte. Das Stück wies eine Schussverletzung an der Schulter auf.

Suche nach Kitzen erfolglos

Beide Stücke wurden in einem großen zusammenhängenden Waldgebiet gefunden, welches an der deutsch-niederländischen Grenze liegt. Es ist, unter anderem auf Grund der räumlichen Nähe, nicht auszuschließen, dass es sich um denselben Täter handelte.

Die Suche nach den Kitzen, die aufgrund der fehlenden Mütter nun verhungern müssen, verlief leider negativ. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Jagdwilderei. Bislang gibt es allerdings keine Hinweise, wer verantwortlich sein könnte.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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