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NRW: Schonzeitaufhebung für Schwarzwild

Bachen mit gestreiften Frischlingen sind die Einzigen, die auch weiterhin geschont sind (Symbolbild).


Das Ministerium für Umwelt-, Landwirtschaft-, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen hat einen Erlass in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) herausgegeben. Die unteren Jagdbehörden werden darum gebeten, die Schonzeit für Wildschweine aufzuheben. Nachdem das Ministerium bereits im Juli die Schonzeit für Überläufer aufgehoben hatte, soll nun alles Schwarzwild, ausgenommen Bachen mit gestreiften Frischlingen unter ca. 25 Kilogramm, ganzjährig bejagt werden. Der Erlass gilt mit sofortiger Wirkung und bis zum 31. März 2021.

Landesjagdverband steht dahinter

Auf Nachfrage der Redaktion bestätigte ein Pressesprecher des Ministeriums, dass man alles versuchen müsse, um die Schwarzwildbestände zu reduzieren. Man habe mit diesem Erlass die Türen für eine stärkere Bejagung geöffnet. Die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung soll nun ein Bejagungskonzept erstellen. Dieses soll weiterhin die waidgerechte Jagdausübung sicherstellen. Normalerweise hat in NRW alles Schwarzwild Jagdzeit vom 1. August bis zum 15. Januar. Nur Frischlinge durften bislang ganzjährig bejagt werden.

Der Landesjagdverband bestätigt, das Schreiben ebenfalls erhalten zu haben. Er ruft seine Mitglieder dazu auf, dem Auftrag der Bevölkerung und des Landes nachzukommen und Schwarzwild verstärkt zu bejagen.


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