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NRW: Ganzjährig Saujagd mit Hunden möglich

Drueckjagd-Drahthaar © Eike Mross

In NRW sind Bewegungsjagden nun auch zwischen dem 16. Januar und 31. Juli erlaubt.


Eine Änderung der Landesjagdzeitenverordnung in Nordrhein-Westfalen macht es nun möglich, dass der Hundeeinsatz bei der Jagd auf Schwarzwild sowie Bewegungsjagden auch im Zeitraum vom 16. Januar bis 31. Juli erlaubt sind. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz begründet dies auf Anfrage der Redaktion mit der ASP-Prävention: „Vor dem Hintergrund des drohenden Risikos der Afrikanischen Schweinepest sind Einschränkungen bei der Schwarzwildbejagung nicht vertretbar.“

Der Landesverband der Berufsjäger Nordrhein-Westfalen e.V. informierte seine Mitglieder über diese Änderung und bezog klar Position: „Wir halten diese Änderung für wildbiologisch falsch, tierschutzrechtlich sehr bedenklich und jagdpraktisch für unnötig.“ Im Gespräch mit der Redaktion verdeutlichte der Vorsitzende des Landesverbandes, Peter Markett, diese Positionierung: „Das Wildtier sollte im Mittelpunkt stehen." Laut den Berufsjägern gab es in dieser Sache keine Verbandsanhörung. „Dies ist richtig, denn es handelte es sich um ein parlamentarisches Verfahren", bestätigte das Ministerium. Der Änderungsantrag stammt von der CDU- und FDP-Fraktion.

Sommerliche Stöberjagden im Feld

Der Landesjagdverband NRW erklärte gegenüber der Redaktion: „Wir vertrauen unseren Mitgliedern, dass sie qualifiziert genug sind, waidgerecht und tierschutzgerecht zu jagen.“ Ende Januar sei das Kreisen von Sauen, wegen der häufigen Schneelage in diesem Zeitraum, besonderes effektiv. Zudem müsse man an die Stöberjagden im Feld im Sommer denken, die durch die Regelung möglich sind.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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