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NRW erlaubt Nachtsichttechnik und künstliche Lichtquellen

Jaeger-Ableuchten-Waermebild © FS
Ab dem 30.1. dürfen Jäger in NRW Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsatzgeräte bei der Schwarzwildjagd einsetzen.

In Nordrhein-Westfalen dürfen ab morgen (30. Januar) für die Bejagung von Schwarzwild künstliche Lichtquellen und Nachtsichttechnik eingesetzt werden. Dies teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) heute mit. Ziel der Zulassung künstlicher Lichtquellen und von Nachtsichttechnik sei eine effiziente Unterstützung bei der Reduktion der „nach wie vor hohen Wildschweinbestände“. Neben künstlichen Lichtquellen werden „Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze zugelassen, die Restlicht verstärken und sofern sie ohne eigene Montageeinrichtung mittels Adapter an Zielfernrohren befestigt werden.“

Wie der LJV NRW berichtet, schreibt die Verordnung vor, dass eine Schussabgabe nur von erhöhten Ansitzen und auf eine maximale Distanz von 100 Meter zulässig ist.

„Die Möglichkeit zur Bejagung von Schwarzwild auch mit Hilfe von Nachtsichtgeräten dient als zusätzliche Unterstützung und erfolgt im Vorgriff auf die geplante Änderung des Bundesjagdgesetzes. Zudem übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen weiterhin auch die Kosten für die Trichinen-Untersuchungen“, so das MULNV. Im Jagdjahr 2019/ 2020 waren in NRW 64.736 Wildschweine erlegt worden.

Waffenrechtliche Verbote bleiben durch die heutigen Änderungen jedoch unberührt – das heißt, dass beispielsweise Taschenlampen auch weiterhin nicht mit der Waffe verbunden sein dürfen.

Erst am vergangenen Wochenende hatte Niedersachsen die Verwendung von Nachtsichttechnik bei der Jagd auf Schwarzwild zugelassen.


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