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NRW: Drei tote Rehe gefunden

Ertrunkene-Ricke-2 © Tobias Meyer
Die Geiß wurde von einem freilaufenden Hund in den Fluss gehetzt.

Über Facebook erfuhr Jagdpächter Tobias Meyer über ein totes Reh in seinem Revier. Ein Bekannter hatte es am 30. Juni in der Else nahe Bünden (Nordrhein-Westfalen) entdeckt. Er machte sich sofort auf den Weg. Dort angekommen fand er das tote Stück unter Wasserpflanzen. Da er es alleine nicht bergen konnte, bat er die Freiwillige Feuerwehr um Unterstützung, gibt er gegenüber der Redaktion an.

Geiß war dem Jäger bekannt

Nachdem das Reh mithilfe eines Bootes aus dem Fluss gezogen wurde, stellte Meyer fest, dass es sich um eine Geiß handelte. Diese sei ihm sogar bekannt. Die Geiß wurde vor längerer Zeit von einem Auto angefahren und erlitt dabei Verletzungen am Auge sowie am Vorderlauf. Diese beeinträchtigten die Geiß in keinster Weise - auch nicht bei der Aufzucht ihres Kitzes, so der Jäger weiter. Meyer dachte sofort an das zurückgebliebene Kitz und suchte die nähere Umgebung ab.

Totes-Kitz © Tobias Meyer

Drei Tage später fand man ein totes Kitz.

Totes Kitz drei Tage später gefunden

Der Jäger machte den Vorfall bekannt und bekam prompt eine Reaktion. Ein junger Mann habe gesehen, wie ein freilaufender, hellbrauner Hund die Geiß gehetzt habe. Während der Flucht muss das Reh dann in die Else gefallen sein und kam dort nicht mehr heraus. Der Pächter erklärt der Redaktion, dass der Wasserstand derzeit sehr niedrig ist. Der entstandene Höhenunterschied zur Böschung war für die Geiß das Todesurteil. Eine Anzeige wegen Jagdwilderei wurde gegen Unbekannt gestellt.

Drei Tage später war der Pächter wieder in seinem Revier unterwegs. Als plötzlich seine Kurzhaar-Hündin vorstand. Meyer entdeckte ein totes Kitz. Dieses lag nicht weit entfernt von der Fundstelle der verendeten Geiß. Der Revierpächter vermutet, dass es sich dabei um das verbliebene Kitz handeln könnte. Beide toten Rehe hat er schließlich fachgerecht entsorgt.

Bereits im vergangen Jahr wilderte ein Hund im Revier

Tobias Meyer erzählt, dass es nicht der erste Vorfall in seinem Revier sei. Im November 2018 riss ein freilaufender Hund ein Kitz. Zeugen hätten damals die Hatz beobachtet. Das Bockkitz habe sich dann in einem Weidezaun verheddert und der Hund packte es. Laut Meyer gaben die Zeugen an, das junge Reh habe geschrien wie ein kleines Kind. Damals konnte der Besitzer des freilaufenden Hundes ausfindig und wegen Jagdwilderei angezeigt werden.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.