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Notzeit: Jagdbehörde ruft zur Fütterung auf

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Montag, 18.01.2021 - 18:05
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Reh-Fuetterung-Winter © byrdyak - stock.adobe.com
Während der Notzeit dürfen je nach landesrechtlichen Vorgaben Wildtiere gefüttert werden.

Die Untere Jagdbehörde des Vogelsbergkreis (Hessen) hat in Abstimmung mit dem zuständigen Veterinäramt sowie dem Kreisjagdberater eine Notzeit für Wildtiere festgestellt. Grund sei eine hohe und verharschte Schneedecke in den Hochlagen. Die Kreisverwaltung ruft daher die Jäger dazu auf ihrem Hegeauftrag nachzukommen. "Eine den örtlichen Verhältnissen angepasste Wildfütterung ist daher, falls nicht bereits schon veranlasst, durch die Jagdausübungsberechtigten in den Jagdbezirken ab einer Höhenlage von 500 Metern unverzüglich vorzunehmen", so die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Gegenüber der Redaktion gibt die Pressesprecherin der Verwaltung an, dass verschiedene Jäger im Vorfeld aus dem Bereich „Hohen Vogelsberg“ an die Untere Jagdbehörde herangetreten seien. In den Revieren über 500 Höhenmeter liege seit fast drei Wochen eine geschlossene Schneedecke von über 60 Zentimetern. Hinzu kam eine Harschschneebildung. Insgesamt ist eine Hochwildhegegemeinschaft sowie vier Niederwildhegegemeinschaften davon betroffen, so die Pressesprecherin weiter. Die Notzeit gelte solange bis „zwischen dem Nahrungsbedarf und dem natürlichen Äsungsangebot kein Defizit mehr besteht“. Laut § 45 der Verordnung zur Zusammenfassung und Änderung jagdrechtlicher Verordnungen endet die Notzeit für wiederkäuendes Schalenwild in Höhenlagen über 500 m ü. NN. spätestens am 30. April eines Jahres. Dort, wo eine Notzeit festgestellt wurde, ist nach Aussage der Verwaltung auch die Jagdausübung gesetzlich untersagt.

Ebenso appelliert die Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises an Hundehalter ihre Vierbeiner während dieser Zeit an der Leine zu führen. Dadurch könne das Risiko einer Beunruhigung des Wildes, das durch eine Flucht einen höheren Energieverbrauch benötigt, minimiert werden. Ebenso bittet sie Schneewanderer und Wintersportbegeisterte darum, auf den offiziellen Wegen und Loipen zu bleiben.


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