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Niedersächsischer Umweltminister fordert Obergrenze für Wölfe

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Dienstag, 19.05.2020 - 16:36
Wolf-Schafskopf © Ivan - stock.adobe.com
Wölfe sind insbesondere für die Nutztiere in Deutschland eine Bedrohung.

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) spricht sich für eine Art „Obergrenze“ bei Wölfen aus, wie die deutsche Presseagentur berichtet. Demnach habe der Minister am Freitag in Hannover auf den günstigen Erhaltungszustand hingewiesen, sowie die Frage gestellt: „Wie viele Wölfe und Rudel bedarf es, um zu vermeiden, dass der Wolf wieder ausstirbt?“

Ein erreichter günstiger Erhaltungszustand wäre eine mögliche Grundlage für eine reguläre Jagd auf den Wolf. Erst Anfang Mai hatte das Bundesamt für Naturschutz erklärt, dass es deutlich mehr potentielle Wolfsterritorien in Deutschland gäbe, als bislang angenommen.

Neue Wolfsverordnung in Arbeit

Vergangene Woche hat das niedersächsiche Umweltministerium den Entwurf einer neuen Wolfsverordnung fertiggestellt und diesen zur Beteiligung an die entsprechenden Ressorts und Verbände weitergegeben. Grundlegender Inhalt der Verordnung ist vor allem der „zumutbare“ Herdenschutz in Niedersachsen. „Wo Hüteschäfer über weiträumige Naturschutzflächen – wie in der Lüneburger Heide – ziehen, sind wolfsabweisende Zäune keine Option. Hier ist ein Schäfer, der seine Herde persönlich bewacht, ausreichend. Und Herdenschutzhunde, die ihre Heidschnucken beispielsweise auch gegen die Hunde verteidigen würden, verbieten sich“, so Lies in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Rechtssicherheit für Jäger

Zudem soll durch die Wolfsverordnung Rechtssicherheit für Jäger geschaffen werden. Durch die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes Anfang des Jahres, kann es auch dazu kommen, dass Jäger Wölfe schießen dürfen. 


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