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Niedersachsen: Trauriger Otter-Nachweis

Dieser Fischotter wurde bei Melle überfahren


Seit 2015 ist klar, dass in der Region Melle (Lkr. Osnabrück/ Niedersachsen) wieder Fischotter heimisch sind. Diese galten hier lange Zeit als ausgestorben, wie „noz.de“ berichtet. Inzwischen konnten sie mittels Kotproben und Fotofallen eindeutig nachgewiesen werden. Allerdings hätte laut Fritz Mithöfer (Vorstand Jägerschaft Melle) niemand geglaubt, dass sich eines der Tiere am „Violenbach“ bei Dillingendorf aufhalten könnte. Nach einem Zwischenfall mit einer Ladung Gülle im Jahr 2015 wurde angenommen, der Bach sei „unbewohnbar“. Am 28. Juli 2017 brachte ein Verkehrsunfall jedoch den Nachweis, dass das Gewässer sich wieder erholt hat. Ein ausgewachsener Otter wurde nahe einer Brücke überfahren aufgefunden.

Zusammenarbeit zwischen Jägern und Naturschutz

In Melle kümmert sich die Organisation „KLAr“ (Kooperation Lebensraum- und Artenschutz) um die Überwachung und den Schutz von seltenen und schützenswerten Tierarten. Dazu zählt auch der Fischotter. Die Jägerschaft Melle arbeitet eng mit der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz zusammen. Mithöfer erklärte gegenüber der Redaktion, dass man sehr froh sei, die Tiere wieder im Kreis zu haben. Auch am „Violenbach“ sollen nun Wildkameras installiert werden, um Nachweise der scheuen Marderartigen zu erhalten. SBA


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