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Niedersachsen stellt Wolfskonzept vor

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Freitag, 26.11.2010 - 06:11
Umweltminister Hans-Heinrich Sander: Eingewanderte Wölfe "alle lieb"? Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks
Umweltminister Hans-Heinrich Sander: Eingewanderte Wölfe "alle lieb"? Foto: Bettina Diercks

Umweltministerium und Landesjägerschaft stellten gemeinsam das Wolfskonzept für Niedersachsen vor. Minister Hans-Heinrich Sander (FDP) hofft, mit dem Konzept vor allem auch die "Akzeptanz bei den verschiedenen betroffenen Interessengruppen und in der Bevölkerung zu fördern". Sander geht davon aus, dass die einwandernden Wölfe alle "lieb" sind und niemand etwas zu befürchten hat. Wichtigster Punkt in dem in Hannover vorgelegten Papier: Ausgleichszahlungen und der Umgang mit auffälligen oder an Tollwut erkrankten Wölfen. Dies sei zwar unwahrscheinlich, dennoch behalte sich das Land vor, Abschüsse von Einzeltieren als Option zu erhalten.
Die "Billigkeitsrichtlinie" für die Entschädigungszahlungen ist derzeit noch in Arbeit. Fest steht für das Land allerdings, dass auch ausgebildete Jagdhunde im jagdlichen Einsatz darunter fallen. Außerdem durch Wölfe verursachte Risse und Verletzungen von Nutztieren sowie Aborte.
Für Schaf- und Ziegenhalter sowie Gatterwildbetreiber wurden zudem Informationsblätter vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) herausgegeben. Darin werden Empfehlungen und Anleitungen zu vorbeugenden Sicherungsmaßnahmen gegeben. Der NLWKN stellt auch in begrenztem Umfang leihweise Zaunmaterial (Lappenzäune und Euronetze) zur Verfügung. Bettina Diercks