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Niedersachsen: Lies beklagt Störungen bei Suche nach Problemwolf

Ein Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist zum Abschuss freigegeben - doch nicht nur er ist im Wald unterwegs (Symbolfoto). © F.C.G. - stock.adobe.com

Ein Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist zum Abschuss freigegeben - doch nicht nur er ist im Wald unterwegs (Symbolfoto).


Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat Störungen bei der Suche nach dem Problemwolf im Landkreis Nienburg beklagt. «Es gibt Leute, die laufen mit Kameras durch den Wald, fotografieren und stellen das gnadenlos ins Internet», sagte der SPD-Politiker der «Nordwest-Zeitung» (Freitag). Es sei ein Unding, wenn Institutionen in der Ausübung ihres rechtsstaatlichen Handelns und die Ausführenden vor Ort so angegangen würden, sagte Lies.

Wolfsschützer hatten vergeblich versucht, die Genehmigung zum Abschuss des Rodewalder Leitwolfes gerichtlich zu stoppen. Das Rudel nördlich von Hannover soll mehr als 40 Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys. Allerdings waren die meisten Weiden nicht mit wolfssicheren Zäunen gesichert. Die behördliche Genehmigung zum Abschuss des Rüden ist bis zum 31. März verlängert worden. «Ich bin zuversichtlich, dass wir ihn bis zum Ende der Frist haben», sagte Lies.

In der Nacht zum Donnerstag wurden nach Angaben des Umweltministeriums auf einer Weide bei Burgwedel in der Region Hannover 15 Schafe gerissen und weitere verletzt. Zwei Mitarbeiter des Wolfsbüros hätten DNA-Proben genommen, sagte eine Sprecherin, nachdem die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» über den Fall berichtet hatte. Dass das Rodewalder Rudel die Schafe gerissen habe, sei eher unwahrscheinlich, weil dessen Territorium nicht so weit reiche. dpa


Redaktion Niedersächsischer Jäger Seit über 60 Jahren ist der Niedersächsische Jäger das Jagdmagazin zwischen Ems und Elbe.
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