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Niederösterreich: Nachtzielhilfen bald bei der Jagd erlaubt

Schwarzwild-Nachtsicht © Erich Marek/ EG
In Niederösterreich sollen ab Januar 2020 technische Nachtzielhilfen erlaubt sein.

Der Niederösterreichische Jagdverband setzt sich für eine Jagdgesetzeänderung ein. Ziel ist: „Technische Nachzielhilfen“ für die Wildschweinbejagung zu erlauben. In einem Schreiben des NÖ Jagdverbandes heißt es, dass sich auch die Politik den Herausforderungen der hohen Wildschweinbestände bewusst sei und aus diesem Grund heute eine Jagdgesetz-Novelle auf den Weg brachte.

Einsatz unter bestimmten Voraussetzungen

Die technischen Nachtzielhilfen dürfen voraussichtlich ab Mitte Januar 2020 eingesetzt und vorerst für einen Zeitraum von vier Jahren (bis 31.12. 2023) verwendet werden. Um diese Technik beantragen zu können, müssen die Jägerinnen und Jäger in den letzten drei Jahren durchgehend im Besitz einer gültigen Niederösterreichischen Jagdkarte gewesen sein – oder absolvierten einen „Schulungskurs für die richtige Handhandhabung dieser Geräte beim NÖ Jagdverband“.

Eine schriftliche Zustimmung des Jagdleiters sei zudem einzuholen. Um einen möglichen Erfolg zu bewerten, führt die niederösterreichische Landesregierung eine wissenschaftliche Evaluierung vor Ablauf des Zeitraums durch.

Verstoß gegen Waidgerechtigkeit

Weiter heißt es: Die Nachtzielhilfen dürfen nur zur Bejagung von Schwarzwild eingesetzt werden. Bei einem Einsatz ohne die vorgeschriebenen Bedingungen und/oder zur Bejagung von anderen Wildarten, wird dies als Verstoß gegen die Waidgerechtigkeit angesehen. Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe von mindestens 2.000 bis 20.000 Euro und der Entzug des Jagdscheins.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.