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Neues Landesjagdgesetz verabschiedet

Arbeit für die Kommentatoren: Hessen hat Änderungen im Landesjagdgesetz beschlossen. Foto: RS © RS

Darin sind neben dem Wegfall von Verbiss-Gutachten auch Regelungen zur Schwarzwildkirrung, Flexibilität in der Abgrenzung von Hochwildgebieten und das Verbot, an Grünbrücken zu jagen, enthalten. Des weiteren wurde der verbindliche Anteil an Äsungsflächen auf mindestens 0,5 Prozent der Jagdfläche je Revier festgelegt.
In dem bereits Anfang März erschienenen Gesetzentwurf (jagderleben.de berichtete hier), sahen die Regierungsfraktionen vor, dass Rotwild künftig bis zu dem 15. Januar bejagt werden darf. Der jetzt verabschiedete Entwurf hat diese Jagdzeit noch einmal um zwei Wochen verkürzt, sodass die Jagd bereits zum 31. Dezember ruht. Außerhalb des Waldes gilt dies jedoch nicht. Zur Vermeidung von Wildschäden darf dort auch weiterhin bis zum 31. Januar gejagt werden.
Heftige Kritik übte die Oppositionsfraktion der Grünen laut Presseberichten in der Debatte über das Gesetz: Es werde keinerlei Ausgleich zwischen Jagd auf der einen und Forst- und Landwirtschaft auf der anderen Seite geschaffen. Ihrer Meinung nach müsste Wildfütterung (auch in Notzeiten) vollständig untersagt werden. Ein weiterer Kritikpunkt seitens der Grünen betrifft die Regelung zur Tötung wildernder Hunde und Katzen. Diese dürfen auch in Zukunft, sobald sie nachweislich Wild nachstellen und sich weiter als 300 Meter von Siedlungen entfernen, geschossen werden.
FDP Abgeordneten Frank Sürmann konterte: Die Grünen wollten das Rehwild „elend verhungern lassen“. Gleichzeitig, so Sürman in Bezug auf die Kritik an der Jagdschutzregelung, werde der Tierschutz gegenüber den Wildtieren nicht ernst genommen. BS

PDF-Download: Der verabschiedete Gesetzestext im Wortlaut